Wer den Zivildienst schwächt, schwächt uns alle!
Das neue Zivildienstgesetz ist ein Angriff auf eine Institution, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Die geplanten Abschreckungsmassnahmen hätten massive Folgen: Die Zulassungen zum Zivildienst würden deutlich sinken. Diese Zivis fehlen dann genau dort, wo sie heute dringend gebraucht werden: in Spitälern, Alters- und Behinderteneinrichtungen, Kitas, Schulen und im Umweltschutz. Auch in Olten und in der Region spüren viele Institutionen, wie wertvoll der Einsatz von Zivildienstleistenden ist. Ich habe meinen Zivildienst im Chinderhuus Elisabeth geleistet und dort erlebt, wie wichtig solche Einsätze für Institutionen sind, die wohl niemand ernsthaft infrage stellt. Auch aus meiner beruflichen Perspektive bei Procap sehe ich: Viele Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind auf zusätzliche helfende Hände angewiesen. Wer den Zivildienst schwächt, schwächt vor allem die Unterstützung für Menschen, die auf Betreuung, Begleitung und Entlastung angewiesen sind. Für Sicherheit braucht es nicht nur die Armee. Sicherheit bedeutet auch soziale Stabilität, funktionierende Betreuung, Pflege, Bildung und Unterstützung im Alltag. Genau dazu leistet der Zivildienst einen wichtigen Beitrag. Das neue Gesetz ist deshalb falsch und gefährlich. Ich sage deshalb Nein zum neuen Zivildienstgesetz.
Florian Eberhard, Gemeinderat, Olten

